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Kostenschätzung nach DIN 276 erstellen
Cost estimate to DIN 276 (Kostenschätzung) vs the cost framework
Wie mache ich aus dem ersten Entwurf eine Kostenschätzung und zeige dem Gemeinderat genau, was sich gegenüber dem Kostenrahmen geändert hat?
Legen Sie ein zweites, leeres Leistungsverzeichnis „Kostenschätzung“ mit denselben sechs Kostengruppen und Positionsnummern an und überschreiben Sie den Kostenrahmen nie. Die Summe steigt auf 3.660.000 €. Öffnen Sie den Kostenrahmen, klicken Sie auf Vergleichen und wählen Sie die Kostenschätzung: Die Differenz beträgt +160.000 €, am stärksten bei den Baukonstruktionen. Jede Abweichung braucht einen Grund aus dem Entwurf für die Sitzungsvorlage; im Beispiel erhöht der Gemeinderat das Budget auf 3,8 Mio. €.
Create a second, blank bill of quantities named Kostenschätzung with the same six first-level cost groups and position numbers, and never overwrite the Kostenrahmen. The sum rises to EUR 3,660,000. Open the Kostenrahmen, click Compare and choose the Kostenschätzung: the difference is +EUR 160,000, largest in the construction group. Each change needs a reason from the design for the council paper; in the example the council raises the budget to EUR 3.8 million.
Wir erstellen eine Kostenschätzung nach DIN 276 in OpenConstructionERP und vergleichen sie mit dem bisherigen Kostenrahmen. Dabei schauen wir auf die Abweichungen und bereiten die Zahlen für den nächsten Planungsbeschluss auf.
Ihr Ergebnis
Eine Kostenschätzung über 3.660.000 EUR, ein zeilenweiser Vergleich mit +160.000 EUR gegenüber dem Kostenrahmen von 3,5 Mio. EUR und ein Ratsbeschluss, der das Budget auf 3,8 Mio. EUR erhöht
Quellen
- DIN 276
- HOAI
Transkript
0:00 Rückblick
Beim letzten Mal hat Ihr Kostenrahmen das Budget der Gemeinde bestätigt: 3,5 Millionen Euro. Jetzt liegt der erste Vorentwurf auf dem Tisch. Die Frage ist, ob der Rahmen hält. In dieser Lektion erstellen Sie die Kostenschätzung nach DIN 276 und vergleichen sie Zeile für Zeile mit dem Kostenrahmen. So bekommt der Gemeinderat eine klare Grundlage für den Planungsbeschluss.
0:25 Kostenschätzung erstellen
Die Kostenschätzung gehört zur Vorplanung, Leistungsphase 2. Die HOAI verlangt dabei ausdrücklich den Vergleich mit den finanziellen Rahmenbedingungen. Der Vorentwurf zeigt jetzt mehr als das Raumprogramm: ein Flachdach, einen Bewegungsraum und eine größere Spielfläche. Für die Schätzung genügt die erste Ebene der DIN 276, also dieselben sechs Kostengruppen wie im Rahmen. Legen Sie dafür ein zweites, leeres Leistungsverzeichnis an und nennen Sie es Kostenschätzung. Der Kostenrahmen bleibt unverändert stehen. Überschreiben Sie den Rahmen nie, denn auf diese Zahl hat sich der Gemeinderat schon einmal verlassen. Tragen Sie die sechs Kostengruppen ein, in derselben Reihenfolge und mit denselben Positionsnummern wie im Kostenrahmen. Die Summe steigt auf 3.660.000 Euro. Setzen Sie wie im Kostenrahmen bei jeder Zeile die Kostengruppe und prüfen Sie das Verzeichnis. So bleibt jede Zahl ihrer Kostengruppe zugeordnet, auch in den späteren Stufen.
1:31 Kostenrahmen vergleichen
Eine Kostenschätzung allein sagt der Gemeinde wenig. Entscheidend ist, was sich gegenüber dem Rahmen verändert hat, und warum. Öffnen Sie dazu den Kostenrahmen und klicken Sie auf Vergleichen. Wählen Sie die Kostenschätzung aus. Die Differenz steht sofort da: plus 160.000 Euro. Öffnen Sie den Vergleich immer von der älteren Stufe aus, dann stimmt das Vorzeichen. Blenden Sie die unveränderten Zeilen aus. Übrig bleiben fünf Kostengruppen. Den größten Sprung machen die Baukonstruktionen, gefolgt von den Baunebenkosten. Jetzt sehen Sie auf einen Blick, wohin das zusätzliche Geld fließt. Jede Abweichung hat einen Grund aus dem Entwurf: das Flachdach und der Bewegungsraum bei den Baukonstruktionen, mehr Spielfläche im Außenbereich. Mit den Bauwerkskosten wachsen auch die Baunebenkosten. Unterm Strich liegt die Schätzung 160.000 Euro über dem Budget. Diese Begründungen gehören in die Sitzungsvorlage, Zeile für Zeile.
2:30 Planungsbeschluss vorbereiten
Diese Zahl gehört jetzt in den Gemeinderat. Sie legen die Schätzung, den Vergleich und die Gründe vor. Dann entscheidet der Gemeinderat: den Entwurf abspecken oder das Budget erhöhen. Ihre Aufgabe ist es, diese Entscheidung vorzubereiten, nicht sie zu treffen. Der Gemeinderat fasst den Planungsbeschluss und erhöht das Budget auf 3,8 Millionen Euro. Damit hat die Schätzung wieder Luft. Das neue Budget ist ab jetzt die Linie, an der sich jede weitere Stufe messen lassen muss. Halten Sie fest: Die Kostenschätzung liegt bei 3.660.000 Euro, das Budget bei 3,8 Millionen. Der Rahmen bleibt als Ausgangspunkt erhalten, und jede Änderung ist begründet. In der nächsten Lektion wird aus dem Vorentwurf der Entwurf, und aus der Schätzung die Kostenberechnung. Auf ihr beruht der Baubeschluss. OpenConstructionERP ist kostenlos und quelloffen. Laden Sie es noch heute herunter.





