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Vom vollständigen LV zur Kostenbasis
From a complete bill to the cost base
Wie mache ich aus einem bepreisten LV vor der Vergabe eine geprüfte, gesperrte Kostenbasis mit Budget?
Prüfen Sie im bepreisten LV Mengen gegen den Plan, Leistungsgrenzen und den Ressourcenaufbau der Einheitspreise, ordnen Sie die Positionen den Kostengruppen nach DIN 276 zu und führen Sie die Validierung aus. Sichern Sie den Quellenstand, dann wählen Sie Kalkulation sperren und Budget erstellen. Das Budget muss der LV-Summe entsprechen – im Beispiel 1.318.940,87 € direkte Nettoansätze.
50 Arbeiten, Mengen und Ressourcen prüfen, die Quellenfassung sichern und das vollständige Budget nachvollziehen.
Ihr Ergebnis
50 Positionen, Mengen und Ressourcen geprüft, Quellenstand gespeichert, Budget lückenlos nachvollzogen
Quellen
- DIN 276
Transkript
0:00 Vom Aufmaß zur Kostenbasis
Aus einer gemessenen Fläche allein entsteht noch kein Budget. Die Kostenplanung verbindet Menge, beschriebene Leistung und begründeten Preis. Für unser Lernprojekt in Landshut führen wir diese Kette durch fünfzig bewertete Positionen. Danach bewahren wir den Ausgangsstand vor der Angebotsauswahl auf.
0:19 Welche Kosten gehören zu dieser Summe?
Unser kompletter Lernumfang umfasst die beschriebenen Pakete der Baukonstruktionen und technischen Anlagen. Das sind die Kostengruppen dreihundert und vierhundert. Grundstück, weitere Projektkosten, Steuern, Unternehmerzuschläge und eine gesonderte Reserve liegen außerhalb. Pauschale Autorenansätze bleiben als solche erkennbar; eine ausführungsreife Gesamtplanung behaupten wir damit nicht.
0:44 Das vorbereitete LV öffnen
Prüfen Sie oben zuerst den Projektkontext: Landshut, Kostenbasis R null eins. Zum Wechseln verwenden Sie den Pfeil neben dem Projektnamen. Links öffnen Sie Leistungsverzeichnis. Prüfen Sie auch den Projektfilter der Liste, und öffnen Sie unser LV Bauleistungen, Kostengruppen dreihundert und vierhundert. Dieser Quellenstand enthält fünfzig bepreiste Positionen.
1:08 Die Menge am richtigen Blatt prüfen
Unter Dokumente wählen Sie die Kategorie Dokument und unsere Kostenbasis und Mengen. Klicken Sie auf Ansehen, dann auf Neuer Tab. Auf Seite zwei steht die Mengenprüfung zum Plan des ersten Obergeschosses, Revision A. Für Raum W null drei Punkt null fünf beträgt die geometrische Fläche siebzehn Komma sieben vier fünf Quadratmeter. Das ist die Arbeitsfläche; Materialverlust kommt an anderer Stelle hinzu.
1:32 Die genaue Arbeitsmenge erhalten
Zurück im LV suchen Sie nach Linoleumbelag. Öffnen Sie das Mengenfeld mit einem Doppelklick. Der Editor zeigt siebzehn Punkt sieben vier fünf; die Tabellenanzeige rundet nur die Darstellung. Bestätigen Sie den vorhandenen Kontrollwert unverändert. Beim erneuten Öffnen stimmen Menge und Einheit weiterhin. Es entsteht keine zusätzliche Menge.
1:52 Den vollständigen Umfang durchgehen
Löschen Sie den Suchfilter. Das LV enthält acht Abschnitte und fünfzig bewertete Arbeiten, von der Baustelleneinrichtung bis zur Dokumentation. Prüfen Sie neben dem Preis auch Mengenbasis und Leistungsgrenzen. Ein Abschnittstitel ist keine zusätzliche Arbeit. Die vollständigen Beschreibungen und offenen Prüfungen bleiben im Quellenregister erhalten.
2:12 Acht Abschnitte ergeben einen Kostenstand
Die Abschnitte bündeln gemeinsame Baustellenleistungen, Gründung, Tragwerk, Gebäudehülle und Innenausbau. Dazu kommen unser detailliertes Raumpaket, die technischen Anlagen und der Abschluss. Jede Position ist bewertet. Zusammengenommen ergeben die direkten Nettoansätze eine Million dreihundertachtzehntausendneunhundertvierzig Euro siebenundachtzig. Diese Summe gilt genau für den beschriebenen Lernumfang.
2:41 Einen Abschnitt bis zur Leistung lesen
Filtern Sie die Positionen mit null sechs Punkt. Jetzt sehen Sie die acht Bodenarbeiten für unseren Raum, von der Untergrundvorbereitung bis zum Schutz der fertigen Fläche. Estrich und andere Räume gehören zu gesonderten Paketen. Für diesen Raum bleibt das Detailpaket bei eintausendvierundneunzig Euro zehn. Prüfen Sie solche Grenzen, bevor Sie weitere Positionen ergänzen.
3:03 Den Einheitspreis aufklappen
Beim Linoleumbelag klappen Sie links die Ressourcen aus. Wir finden Arbeitszeit, Linoleum, Klebstoff und Hilfsstoffe. Die Ansätze beziehen sich jeweils auf einen Quadratmeter fertige Arbeit. Zusammen ergeben sie vierunddreißig Euro. Herkunft und Preisdatum gehören dazu: eigene Lernansätze vom dreizehnten September zweitausendsechsundzwanzig, keine Lieferantenangebote.
3:29 Vier Bestandteile werden zu 34,00 Euro
Null Komma zwei zwei Stunden zu zweiundvierzig Euro ergeben neun Euro vierundzwanzig Arbeit. Der Belag kostet mit eins Komma null fünf Quadratmetern Verbrauch dreiundzwanzig Euro zehn. Klebstoff und Hilfsstoffe ergänzen die Rechnung. Erst die Summe aller vier Bestandteile bildet unseren Einheitspreis von vierunddreißig Euro je Quadratmeter Arbeit.
3:51 Fläche und Materialverbrauch trennen
Die Raumfläche bleibt siebzehn Komma sieben vier fünf Quadratmeter. Der Faktor eins Komma null fünf erhöht den Materialverbrauch, nicht die gemessene Arbeitsfläche. Er steckt bereits im Einheitspreis. Multiplizieren wir den Preis mit der unveränderten Fläche, entstehen sechshundertdrei Euro dreiunddreißig für diese Position.
4:12 Zwölf Südfenster bleiben rückverfolgbar
Unser zweites Beispiel sind die Südfenster. Vier Öffnungen je Geschoss und drei Geschosse ergeben zwölf Stück. Sechs gehören zum Typ F null eins, sechs zum Typ F null drei. Die übrigen achtzehn Fenster und der Sonnenschutz stehen getrennt im LV. Die Planmaße sind noch keine freigegebenen Bestellmaße.
4:32 HP-01 mit klaren Schnittstellen führen
Filtern Sie jetzt nach H P null eins mit folgendem Bindestrich. Die sechs Gerätepositionen unterscheiden Lieferung, Aufstellung, hydraulischen Anschluss, Elektroanschluss, Regelung und Inbetriebnahme. Prüfen Sie die Grenzen zur gemeinsamen Wärmeverteilung. Das Lernobjekt hat noch keinen bestätigten Hersteller und keine festgelegte Leistung. Diese offenen Angaben dürfen später nicht zu erfundenen Gerätedaten werden.
4:57 Den Kostenstand in DIN 276 gliedern
Die Zuordnung prüfen wir für jede Arbeit. Fünfunddreißig Positionen gehören hier zur Kostengruppe dreihundert, fünfzehn zur vierhundert. Beide Gruppen ergeben zusammen dieselbe Kostenbasis. Die Gliederung erklärt den Umfang; sie ersetzt weder die Prüfung einzelner Leistungen noch die fehlenden Projektkosten außerhalb unseres Pakets.
5:18 Prüfung und fachliche Freigabe unterscheiden
Für einen lesbaren Prüfbericht öffnen Sie im LV die Verknüpfung Validierung. Wählen Sie unser LV und starten Sie Validierung ausführen. Dieser Bericht zeigt vierundzwanzig Warnungen und keine Fehler. Filtern Sie die Warnungen und öffnen Sie einen Fund. Hier werden Paketpreise und Abschnittstitel beanstandet. Prüfen und dokumentieren Sie den jeweiligen Sachverhalt. Die grüne Kurzmeldung im LV bildet Warnungen derzeit nicht zuverlässig ab. Auch achtundneunzig Prozent sind keine technische Freigabe und kein Marktpreisnachweis.
5:49 Einen Cent nachvollziehbar erklären
Die Plattform summiert die ungerundeten Positionsprodukte und rundet danach auf Cent. Werden dagegen zuerst alle Zeilen gerundet, entsteht in diesem Datensatz ein Cent mehr. Behalten Sie beide Rechenwege im Quellenpass. Eine erfundene Ausgleichsleistung wäre falsch. Auch beim Budgetvergleich müssen Umfang und Rundungsregel zusammenpassen.
6:09 Die Ausgangsfassung aufbewahren
Unter Dokumente liegt neben dem lesbaren PDF das Archiv Quellenstand Q null null. Es enthält Mengen, Preise, Leistungsgrenzen und den gespeicherten LV-Stand vor der Budgetbestätigung. Laden Sie diese Fassung bei Bedarf wieder herunter. Die Prüfsummen dienen der Inhaltskontrolle. Spätere Änderungen erhalten eine neue Version und eine eigene Begründung.
6:31 Prüfen, entscheiden, festhalten
Die Kostenplanung stellt Mengen, Preise und Grenzen zusammen. Objektplanung und Fachplanung prüfen die offenen technischen Annahmen. Der Bauherr entscheidet über den zulässigen Budgetumfang und eine begründete Reserve. Im Lernablauf halten wir zunächst den geprüften Rechenstand fest. Eine formale Beauftragung oder externe Freigabe entsteht durch den Speichern-Knopf nicht.
6:56 Aus dem fixierten LV ein Budget erzeugen
Im vorbereiteten LV wählen Sie Kalkulation sperren und bestätigen den Dialog. Direkt danach klicken Sie in der Meldung auf Budget erstellen. Für diesen Stand entstehen acht finanzielle Budgetgruppen. Prüfen Sie anschließend das Ergebnis. In dieser Version zeigt das erneute Öffnen den Sperrstatus nicht zuverlässig an; wiederholtes Erzeugen darf keine Beträge verdoppeln.
7:17 Ursprüngliches und aktuelles Budget abgleichen
Über den Projektschritt öffnen Sie Finanzen und dann Budgets. Die acht Gruppen erscheinen hier als technische Kennungen; ordnen Sie sie über den Quellenstand zu. Ursprüngliches und aktuelles Budget ergeben denselben Betrag wie das vollständige LV. Beauftragungen und Ist-Kosten stehen noch bei null. Den Null-Prognosewert lesen wir nicht als fachlich bestätigte Schlusskostenprognose. Den Ausgangsstand bewahren wir separat auf.
7:42 Drei Ansichten, eine überprüfte Grundlage
Das LV beschreibt die Leistung und ihren Preis. Das Finanzbudget hält den geplanten Betrag fest. Das Kostengerüst verbindet die Arbeiten mit den Kostengruppen und späteren Kostenbelegen. Prüfen Sie jeweils die gespeicherte Zuordnung und die volle Summe. Ein monatlicher Fortschrittssnapshot ersetzt das ursprüngliche LV-Archiv nicht.
8:02 Das Kostengerüst am richtigen Projekt prüfen
Öffnen Sie im richtigen Projekt das fünf D Kostenmodell. Unten bei Kostengerüst wählen Sie Aus LV erzeugen. Die fünfzig Arbeiten verteilen sich auf die Konten dreihundert und vierhundert. Zusätzlich führt diese Version acht Abschnittstitel als unzugeordnete Nullzeilen. Diese Titel sind keine weiteren Leistungen. Lange Beschreibungen erfordern hier horizontales Scrollen.
8:27 Eine Teilansicht ist kein Projektbudget
Die Budgettabelle lädt derzeit nur die ersten fünfzig von achtundfünfzig gespeicherten Zeilen. Ihre Summe kann dadurch zu klein sein. Wir verwenden sie nicht als vollständigen Budgetnachweis. Die unabhängige Prüfung aller Zeilen bestätigt den Ausgangsbetrag. Bis die Darstellung korrigiert ist, vergleichen Sie den vollständigen Finanz und Quellenstand.
8:48 Budgetgrenze und Reserve richtig einordnen
Die frühe Vorgabe des Bauherrn beträgt zwei Komma vier Millionen Euro brutto, einschließlich zweihunderttausend Euro Reserve. Unser LV hat eine andere Kostenabgrenzung und nennt direkte Nettoansätze. Subtrahieren ergibt deshalb keinen verfügbaren Rest. Für eine belastbare Entscheidung müssen weitere Projektkosten, Steuern, Zuschläge und einzelne Risiken auf derselben Grundlage ergänzt werden.
9:12 Wo wurde der Verlust zweimal angesetzt?
Prüfen Sie diese Variante: Der Einheitspreis enthält bereits eins Komma null fünf Quadratmeter Linoleum je Quadratmeter Arbeit. Jemand multipliziert zusätzlich die Raumfläche mit eins Komma null fünf und wendet darauf den Einheitspreis an. Welche Menge ist falsch, und was passiert mit dem Positionswert? Halten Sie hier kurz an.
9:31 Den Verlust im Verbrauch belassen
Falsch ist die vergrößerte Arbeitsmenge. Der Verbrauchsfaktor gehört zum Material und ist im Preis bereits enthalten. Die richtige Rechnung bleibt siebzehn Komma sieben vier fünf mal vierunddreißig, also sechshundertdrei Euro dreiunddreißig. Der doppelte Ansatz ergäbe sechshundertdreiunddreißig Euro fünfzig. Das wären dreißig Euro siebzehn zu viel.
9:49 Eine nachvollziehbare Basis für die Vergabe
Sie haben jetzt einen vollständig bewerteten, klar abgegrenzten Lernumfang und seinen dokumentierten Ausgangsstand. Boden, Südfenster und H P null eins behalten ihre Bezüge zu Mengen und Leistungspositionen. Vor der Vergabe klären die Verantwortlichen die offenen Annahmen. Das spätere Angebot und der Vertrag werden mit dieser Basis verglichen, statt sie still zu überschreiben.





